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Untersuchung von Wirkung von Immissionsschutzpflanzungen in der Umgebung von Stallanlagen

Leitung:Prof. Dr. Günter Groß
Bearbeitung:Dipl.-Met. Viola Weniger, M.Sc. Stefanie Zander
Laufzeit:01.09.2013-28.02.2016
Förderung durch:Landwirtschafskammer Niedersachsen, Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Kooperationspartner der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) im
DBU[1]-Projekt „Förderinitiative Verminderung von Stickstoffemissionen:
Untersuchung von Wirkung von Immissionsschutzpflanzungen in der Umgebung von
Stallanlagen”

 

Stickstoffempfindliche Ökosysteme können in der Nachbarschaft von
Viehzuchtbetrieben durch erhöhte Ammoniakeinträge negativ beeinträchtigt
werden. Insbesondere dort, wo herkömmliche emissionsmindernde Maßnahmen wie Aufstallung und Abluftfilterung nur begrenzt realisierbar sind, kann die
Anlage von Immissionsschutzpflanzungen oder –wällen einen wichtigen Beitrag
zum Schutz stickstoffempfindlicher Ökosysteme liefern. Für den gezielten Einsatz dieser Maßnahmen sind jedoch genauere Informationen über den Aufbau und Funktion von Schutzpflanzungen, ihre Minderungswirkung sowie ihre Auswirkungen auf das Stallklima erforderlich, die im Zuge dieses
Forschungsprojektes untersucht werden sollen.         
Das Projekt beruht sowohl auf einer experimentellen Messkampagne des LWK in den Stallungen und der nahen Umgebung eines Rindviehbetriebs, als auch auf numerischen Simulationen des IMuK mit dem mikroskaligen Strömungsmodell ASMUS und dem Partikel-Ausbreitungsmodell PARAT. Die Feldmessungen gliedern sich in zwei Phasen zu je einem Jahr, in denen an diversen Punkten am Intersuchungsstandort die Temperatur und Feuchte (im Stall), die Ammoniakkonzentrationen in der Luft (im Stall und über dem
Untersuchungsfeld) sowie die meteorologischen Bedingungen kontinuierlich
gemessen werden. Vor dem ersten Messjahr (2013/14) wurde auf der dem
Untersuchungsfeld zugewandten Seite vor dem Stall ein Immissionsschutzwall
errichtet, welcher für die zweite Messphase (2014/15) entfernt wird. Dieser
4 m hohe Wall mit aufgesetzter Holzwand ersetzt den ursprünglich
vorgesehenen Gehölzstreifen.   
Durch Vergleiche der Messergebnisse mit entsprechend entworfenen
Modellsimulationen können zum einen die Fähigkeiten der numerischen Modelle
erfasst und verbessert werden; zum anderen bieten die computergestützten
Simulationen die Möglichkeit, die Effekte verschiedener meteorologischer und
struktureller Einflussgrößen auf die durch Schutzwälle oder -pflanzungen zu
erwartende Veränderung der Ammoniakverteilung, insbesondere der angestrebten Immissionsreduktion in sensiblen Ökosystemen, abzuschätzen.

1) DBU: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, German Federal Environmental
Foundation

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