Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Meteorologie und Klimatologie/Leibniz Universität Hannover
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: Institut für Meteorologie und Klimatologie/Leibniz Universität Hannover
  • Zielgruppen
  • Suche
 

28.01.16 Kolloquium: Prof. Dr. Hans-Joachim Weigel

FACEing the future: Altes und Neues zum CO2-Düngeeffekt bei Kulturpflanzen

Prof. Dr. Hans-Joachim Weigel, Institut für Biodiversität, Thünen-Institut, Braunschweig

Seminarraum

16:15 - 17:15 Uhr

 Die rasch zunehmende CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist das deutlichste Zeichen des Klimawandels. Mehr CO2 kann bei den meisten Pflanzenarten das Wachstum stimulieren („CO2-Düngeeffekt“), inwieweit dieser Effekt aber im Agrarökosystem realisiert wird, bleibt umstritten. Bei der Klimafolgenabschätzung für die landwirtschaftliche Pflanzenproduktion und hier insbesondere bei der Klimaimpakt-Modellierung ist der CO2-Düngeeffekt entscheidend, da er Richtung und Ausmaß der modellierten Folgen des Klimawandels maßgeblich bestimmt. Zudem lässt er sich nicht durch Durchschnittswerte beschreiben, da verschiedene Pflanzenarten und auch Sorten innerhalb einer Art unterschiedlich stark auf ein Mehrangebot an CO2 reagieren. Mehr CO2 modifiziert die Wirkungen von erhöhten Durchschnittstemperaturen und von Hitze- oder Trockenstress auf Kulturpflanzen. Auch die stoffliche Zusammensetzung bzw. Qualität des pflanzlichen Materials wird verändert. All diese Faktoren beeinflussen eine Risikoabschätzung der Folgen des Klimawandels für die Pflanzenproduktion. Damit bleibt gleichzeitig auch die Ableitung von Anpassungsmaßnahmen, z.B. im Bereich der Pflanzenzüchtung, schwierig. Offen ist z.B., ob man die „CO2-Düngung“ gezielter ausnutzen könnte. Der Beitrag spricht Schwierigkeiten und Kontroversen in der Forschung zum CO2-Düngeeffekt auf zeigt dazu Ergebnisse aus den verschiedenen Freiland-CO2-Anreicherungsversuchen (FACE) des Thünen Instituts für Biodiversität. 

28. Januar 2016