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29.10.2015 Kolloquium: Jonas Krause

Wald im Klimawandel – Zwei Projekte der LWK Niedersachsen im Rahmen des Waldklimafonds

Jons Krause, Frstwirtschaft, Landwirtschaftskammer, Niedersachsen, Hannover

Seminarraum

16:15-17:15 Uhr

 

Wald ist durch fortschreitenden Klimawandel gefährdet.  Aufforstung, Management von Wäldern und nachhaltige Holznutzung stellen im Klima­schutz jedoch die bislang einzige kostengünstige Möglichkeit dar, bereits emittiertes CO2 der Atmosphäre über Photosynthese wieder zu entziehen. Der Wald kann somit einen Beitrag zum Klimaaschutz leisten, zum anderen ist er durch den fortschreitenden Klimawandel selbst gefährdet. Die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald sind vielfältig und stehen zum Teil  in Konflikt zur derzeitigen Bewirtschaftung, als auch zu möglichen Adaptionsstrategien. Insbesondere die Betrachtung von Ökosystemleistungen des Waldes, wie zum Beispiel Wasser, und ihre Honorierung, treten vor dem Hintergrund ihrer Gefährdung vermehrt in den Fokus.

Die auch bundesweit größte Waldbesitzart, der Privatwald, speziell der Kleinprivatwald, wurde bislang wegen seiner Strukturschwäche bei der Entwicklung von Adaptionsstrategien außer Acht gelassen. Aufgrund seiner Strukturen ist er jedoch besonders gefährdet.

Das Projekt CO-2-OPT soll am Beispiel der Region des Landkreises Hamburg/Harburg  eine optimierte Wald­bewirtschaftung im Privatwald entwickeln, die auch unter den Bedingungen des Klimawandels zu einer Steigerung der CO2-Senkenleistung des Waldes führt. Gleich­rangig werden Möglichkeiten bis hin zur Umsetzung aufgezeigt, die energetische und stoffliche Verwendung des Produkts Holz in der Region erheblich zu intensivieren.

Wasserwald ist ein Projekt im Privatwald der östlichen Lüneburger Heide in Niedersachsen. Ziel ist die Entwicklung eines Anrechnungsverfahrens für erhöhte Wasserspende durch Grundwasser-betonten Waldumbau bei sinkendem Grundwasserdargebot als Folge von Klimawandel.

Das Beispiel dieser  Projekte soll einen Einblick in die Thematik Wald und Klimawandel  und ihre Gesamtgesellschaftliche Dimension geben.

29. Oktober 2015