Regionales Management von Klimafolgen in der
Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen
Institutsbericht 77
Im Rahmen des Verbundprojektes “Regionales Management von Klimafolgen in der Metropolregion
Hannover-Braunschweig-Göttingen”, das im Zeitraum 2008 - 2011 im Rahmen
der klimazwei-Initiative vom BMBF gefördert wurde, wurde im Teilprojekt “Lokaler Klimawandel”
die regionalen Auswirkungen des Klimawandels in der Metropolregion untersucht.
Hierfür wurden die regionalen Klimadaten des CLM verwendet, die mit einem mesoskaligen
Modell, dem FITNAH, auf eine Auflösung von 1 x 1km herunterskaliert wurden. Die Analyse
der Klimadaten basiert auf dem SRES-Szenario A1B für die Untersuchungszeiträume
2021 - 2050 und 2071 - 2100 im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961 - 1990.
Jahresmitteltemperatur in der Metropolregion in der Referenzperiode 1961 - 1990
und für 2071 - 2100, simuliert mit CLM.
Im Untersuchungsgebiet zeigt sich bis zum Ende des 21. Jahrhundert ein Anstieg der Jahresmitteltemperaturen
um 3,3 bis 3,5 K, wobei die stärkste Erwärmung mit +4K im Winter
zu erwarten ist. Bei den Niederschlägen kommt es hauptsächlich zu einer Umverteilung vom
Sommer in den Winter. Die Niederschlagssumme verändert sich hingegen kaum.
Bei einer Verschiebung der Mittelwerte verändern sich auch die Extreme. So werden heiße
Perioden bei zunehmenden Mitteltemperaturen wahrscheinlicher und kalte Perioden nehmen
ab. Auch bei den Niederschlägen zeigt sich eine Tendenz zu häufigeren und länger anhaltenden
Trockenperioden im Sommer, die zumeist mit hohen Temperaturen einhergehen.
Gleichzeitig können auch vermehrt Starkniederschläge auftreten, z. B. in Form sommerlicher
Hitzegewitter. Die Daten zeigen eine zunehmende Variabilität der Klimaparameter im Laufe
des 21. Jahrhunderts. Dies macht es schwer sich an die veränderten Klimabedingungen
anzupassen. Die möglichst exakte Prognose der Klimaänderungen stellt aber die Grundvoraussetzung
dar, um die Folgen des Klimawandels abzuschätzen und Maßnahmen daraus
abzuleiten. Die Folgen des Klimawandels werden in dieser Arbeit am Beispiel landwirtschaftlicher
Kulturen erläutert.
Bei der Betrachtung der Ergebnisse gilt es zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um ein
mögliches Szenario zukünftiger Klimaänderungen handelt. Daher sind die Ergebnisse keine
Prognose, sondern zeigen nur eine mögliche Entwicklung auf. Die sich daraus ergebenden
Unsicherheiten sind ebenfalls Bestandteil dieser Arbeit.
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