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Institut für Meteorologie und Klimatologie - Kopf

Forschung - Umwelt - Klimawandel in Hannover

Vergleich regionaler Klimaszenarien für Niedersachsen

Auswertungen für die Region Hannover

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zeichnen sich signifikante Klimaänderungen ab. Dazu zählt beispielsweise der Anstieg der globalen Lufttemperaturen; ein Trend der sich weiter verstärken wird. Die daraus resultierenden Auswirkungen wirken sich unterschiedlich stark auf regionaler Ebene aus und erfordern individuelle Anpassungsstrategien. Die Klimafolgenforschung auf kleinskaliger Ebene gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Hilfsmittel werden durch regionale Klimamodelle gestellt. In Deutschland dienen dazu unter anderem CLM und WETTREG.

Im Rahmen der aktuell am Institut für Meteorologie und Klimatologie abgeschlossenen Bachelorarbeit wurden Untersuchungen des Klimawandels in Niedersachsen anhand der genannten Regionalmodelle durchgeführt.
Ziel dieser Arbeit war es, einen Überblick über die mögliche Entwicklung des Klimas exemplarisch für die Region Hannover zu geben. Neben der Analyse bestehender Trends,  bilden die Berechnungen von Temperatur- und Niederschlagswerten der regionalen Modelle CLM und WETTREG die Datengrundlage weiterführender Untersuchungen. Dabei wird ein spezielles Augenmerk auf Kenntage gelegt, da diese sinnvolle Indikatoren bei Schwellenwertüberschreitungen sind und als Eckwerte des sich ändernden Klimas gelten. Darüber hinaus wird die mögliche Entwicklung extremer Ereignisse, wie Hitzeperioden, Starkniederschläge und Sturmereignisse dargestellt.
 
Als Ergebnis der durchgeführten Analyse für den Raum Hannover lässt sich für den Zeitraum 2071 bis 2100 im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 ein Temperaturanstieg der Jahresmittelwerte um 2.4 °C bis 3.3 °C erwarten. Die saisonale Differenzierung zeigt einen besonders starken Anstieg der Wintertemperaturen um über 3.7 °C im Dezember. Im Frühjahr ist der geringste Temperaturanstieg zu verzeichnen.

Die Jahressumme des Niederschlages durchläuft keine signifikante Entwicklung. Saisonale Unterschiede sind jedoch deutlich ausgeprägt. Während in den Sommermonaten ein Rückgang um rund 20% zu erwarten ist, gilt eine deutlich stärkere Zunahme der Winterschläge im Raum Hannover als wahrscheinlich.

Die Analyse der Kenntage zeigt eine deutliche Verschiebung. Die Häufigkeit von Eis- und Frosttagen reduziert sich. Heiße Tage, Tropennächte sowie anhaltende Hitzeperioden nehmen in ihrer jährlichen Anzahl, laut Auswertung, um mehr als das Doppelte zu. Hitzestress in Teilen der Bevölkerung wird vermehrt auftreten. Extremniederschläge sind ebenso häufiger zu erwarten. Aussagen zu der Entwicklung der Windverhältnisse, sind auf Grund großer Diskrepanzen beider Regionalmodelle, nicht mit hoher Validität zu treffen.

Nebenstehende Abbildungen:
oben: Temperaturtrend des 21. Jahrhunderts
unten:  Vergleich der Entwicklung meteorologischer Kenntage in mittel- und langfristigen  Perioden des 21. Jahrhunderts im Vergleich zur Referenzperiode

Die vollständige Arbeit kann auch heruntergeladen werden.
Klimawandel in HannoverDownload als PDF (1,5 MB)



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